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Der Heringsbändiger

Wer 1927 geboren wurde, war dem Verderben besonders nahe: Dies war der erste Jahrgang, der dem vollen Einfluss der nationalsozialistischen Erziehung in Schule und Jungvolk ausgesetzt war, und der letzte Jahrgang, der regulär in die Kasernen einberufen und als des Führers jüngste Rekruten an der Front verheizt wurde.
Martin Schwabe ist einer aus diesem Jahrgang. Gerade weil er als sogenannter „Vierteljude“ auch die Schattenseiten des Naziregimes zu spüren bekommen hatte, meldete er sich kriegsfreiwillig, er wollte „dazugehören“. Mit sechzehn wurde er Soldat, mit einundzwanzig kehrte er aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Hause zurück in die DDR, wo er, der sich nach den bitteren Erfahrungen von Krieg und Gefangenschaft geschworen hatte, nie wieder mit den Wölfen zu heulen, seines Lebens auf Dauer auch nicht froh wurde ...

Ruth Damwerth: Der Heringsbändiger.
Martin Schwabes Geschichte des 20. Jahrhunderts.
ISBN: 3-937772-05-7; TB 220 Seiten, 15,90 Euro